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Marquardt startet mit „Elite-Ausbildung" - Fachwissen und Kompetenz für den globalen Wettbewerb


Ernst Burgbacher, Bundestagsabgeordneter der FDP und parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Technologie (rechts), besucht auf der Ausbildungsbörse in Tuttlingen den Messestand der Marquardt GmbH und ist begeistert von der zukünftigen „Elite-Ausbildung“, die ihm Geschäftsführer Dr. Harald Marquardt (Mitte) vorstellt. Links im Bild Marquardt-Ausbildungsleiter Steffen Rudischhauser.

Rietheim-Weilheim, 7. Juli 2010 – Die Marquardt GmbH stellt einmal mehr ihre Innovationskraft und ihren Qualitätsanspruch unter Beweis. Ab sofort gibt es in Rietheim die „Elite-Ausbildung“, ein besonderes Förderprogramm für besondere Auszubildende. Das Unternehmen festigt damit seine Rolle als Weltmarktführer und führender Hersteller von elektromechanischen und mechatronischen Schaltsystemen für die Automobil-, Hausgeräte- und Elektrowerkzeugindustrie.
 
Mit seinen Produkten gehört Marquardt in den entsprechenden Märkten zu den Besten der Welt. Um diese Position auch in Zukunft wahrzunehmen, muss jetzt gehandelt werden. „Wir wissen, dass unser künftiger Wohlstand in Deutschland mit dem Vorsprung durch hochwertige technologische Entwicklungen zusammenhängt“, sagt Geschäftsführer Dr. Harald Marquardt. So wie an den Hochschulen aber vermehrt Geisteswissenschaften studiert werden, schwindet auch in den Ausbildungsberufen das Interesse für naturwissenschaftliche und technische Fächer.
 
Hier, im Bereich der „Azubis“, steuert Marquardt dagegen. „Wir wollen mit der neuen „Elite-Ausbildung“ unseren besten Auszubildenden noch mehr Perspektiven geben und Lust auf eine erstklassige Zukunft in einem leistungsfähigen Unternehmen machen“, sagt Marquardt.
 
Trotz Wirtschaftskrise: das Thema Fachkräftemangel war nie vom Tisch. Jetzt setzt Marquardt ein Signal. „Überdurchschnittliches Engagement und großer Einsatz im ersten Ausbildungsjahr öffnen das Tor zur ‚Elite-Ausbildung’ in unserem Haus“, so Ausbildungsleiter Steffen Rudischhauser. Wer sehr gute schulische und fachliche Noten während des ersten Ausbildungsjahres erzielt und außerdem noch ausgezeichnete persönliche und soziale Kompetenz unter Beweis stellt, bekommt die Chance zur Teilnahme an der „Elite-Ausbildung“. In diesem Nachwuchsförderprogramm stellt Marquardt unter anderem ab dem zweiten Ausbildungsjahr jedem „Elite-Auszubildenden“ einen persönlichen Mentor aus der Führungsebene zur Seite.
 
„Die Mentoren sollen ihre Erfahrung weitergeben und Einblicke in das aktuelle Firmengeschehen vermitteln. Hierdurch erhalten die Auszubildenden Zugang zu Informationen und Themen, die in diesem Stadium der Ausbildung eher ungewöhnlich sind. Weiterhin bekommen die ‚Elite-Auszubildenden’ Spezialaufgaben und anspruchsvolle Projekte, die sonst nicht Teil der Ausbildung wären“, erklärt Rudischhauser.
 
USA, Frankreich, Tunesien, Rumänien, Indien oder doch China? In einer der Tochterfirmen von Marquardt werden die Auszubildenden innerhalb ihrer Ausbildungszeit ebenfalls Erfahrungen sammeln. „Englisch und interkulturelle Neugier steht hoch im Kurs“, so der Ausbildungsleiter. „Natürlich honorieren wir den zusätzlichen Einsatz in der ‚Elite-Ausbildung’ auch mit einer zusätzlichen und übertariflichen monatlichen Vergütung. Eine unbefristete Übernahme stellen wir außerdem in Aussicht“. Und Geschäftsführer Dr. Marquardt legt noch einen drauf: „Wer nach der Ausbildung noch einen weiteren Abschluss anstrebt, zum Beispiel die Fachhochschulreife und ein anschließendes Studium, den unterstützen wir dabei selbstverständlich auch.“
 
Aus Baden-Württemberg ziehen jährlich mehr deutsche, hoch qualifizierte Fachkräfte ins Ausland, als aus dem Ausland wieder ins Land zurückkommen. Daher fordert Ländle-Wirtschaftsminister Ernst Pfister: „Baden-Württemberg muss ein attraktiver Standort für abwanderungs- und rückkehrwillige Fachkräfte sein.“
 
Marquardt zeigt einen Weg dazu auf. Und Marquardt macht Rietheim als Standort in Baden-Württemberg und darüber hinaus attraktiv. Das schwäbische Familienunternehmen mit weltweit über 4.500 Mitarbeitern weiß, dass es auch in Zukunft im Wesentlichen auf sein Humankapital ankommt: „Wir wollen weiter vorne mitspielen, und da brauchen wir auch in den nächsten Jahren dringend gute, wissbegierige und qualifizierte Mitarbeiter“, sagt Dr. Marquardt.
 
Momentan decken sich Fachkräfteangebot und -nachfrage im IHK-Bezirk Schwarzwald-Baar-Heuberg nahezu. Aber in den für Marquardt wichtigen Wirtschaftszweigen geht die Schere zu ungunsten der Unternehmen schon ab 2013 wieder deutlich auseinander: Rund 1.500 Stellen bleiben laut IHK dann im Bezirk unbesetzt. Die Lücke zu schließen ist aufgrund der Demografie schon schwer genug. Und mit Absolventen der Hochschulen wird das Problem des Facharbeitermangels nicht gelöst. „Uns ist der Meister deshalb genauso wichtig wie der Master“, sagt Marquardt.
 
Fachkräftemangel als Innovationsbremse? „Nicht, solange Marquardt sich die Elite selbst ausbilden kann“, lautet die Antwort. Und 2013 sind bei Marquardt die ersten mit der ‚Elite-Ausbildung’ fertig.